Menu Content/Inhalt
  • English
  • Español
David Barrado zum neuen Direktor des Deutsch-Spanischen Astronomischen Zentrums berufen

dbarrado_smallAm 20. März 2010 ist der spanische Astronom David Barrado zum neuen Direktor des Deutsch-Spanischen Astronomischen Zentrums (DSAZ/CAHA, besser bekannt unter der Bezeichnung Calar-Alto-Sternwarte) ernannt worden.

 

David Barrado ist 1968 in Madrid geboren. An der Universität Complutense Madrid Complutense Madrid machte er seinen Abschluss als Physiker. An derselben Universität begann er mit den Forschungen, die ihn zur Erlangung der Doktorwürde führten und die er am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge (USA) abschloss. Anschließend widmete er sich als Postdoktorand mehrere Jahre der Forschungsarbeit an verschiedenen Institutionen in den Vereinigten Staaten, Deutschland und Spanien. Als Mitglied des spanischen Nationalen Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik (INTA) wurde er an das Europäische Weltraumastronomiezentrum (ESAC) entsandt, wo er in den vergangenen zwei Jahren das Laboratorium für Stellare und Exoplanetare Astrophysik (LAEX) leitete. Innerhalb des INTA-Teams war er als leitender Forscher (Principal Investigator) zudem mit der Entwicklung des MIRI befasst, ein astronomisches Instrument zur Beobachtung des mittleren infraroten Lichtspektrums, das mit dem Weltraumteleskop JWST ins All fliegen soll, und bekleidete außerdem in den letzten zwei Jahren die Stellung des nationalen Projektmanagers (National Project Manager). In jüngster Zeit war er als ständiges wissenschaftliches Mitglied des Zentrums für Astrobiologie (CAB) tätig, einer Gemeinschaftseinrichtung der spanischen Weltraumagentur INTA und des Spanischen Wissenschaftsrates CSIC.

 

Besondere Schwerpunkte seines Forschungsinteresses sind die Suche und Charakterisierung von substellaren Objekten sowie die Eigenschaften von Sternen in offenen Sternhaufen. Allgemein hat er sich auf die Erforschung der Entstehung von Sternen und Planetensystemen mithilfe unterschiedlichster Beobachtungstechniken spezialisiert: vom sichtbaren Licht bis zum weiten Infrarot, mittels bildgebender und spektroskopischer Verfahren, mit erdgebundenen oder weltraumgestützten Teleskopen. Dieser ganze Beobachtungsaufwand hat zur Veröffentlichung von ca. 100 Artikeln in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften geführt.

 

David Barrado ist kein unbekanntes Gesicht auf dem Calar Alto, wo man ihn seit langem als höchst engagiertes und enthusiastisches Mitglied der Nutzergemeinschaft der Beobachtungseinrichtungen des Observatoriums kennt. Auch im Ausschuss für die Zuteilung der Beobachtungszeiten des DSAZ hat er mitgearbeitet.

 

David Barrado freut sich bei seiner Ankunft auf dem Calar Alto darauf, „eine solche berufliche Herausforderung mit den Mitarbeitern der Sternwarte teilen und dabei helfen zu können, das Observatorium im internationalen Wettbewerb der kommenden Jahre zu einer noch erfolgreicheren Einrichtung zu machen.“

 

 

© Calar-Alto-Sternwarte, April 2010 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.