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Andalusien bewahrt seinen Nachthimmel

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Die autonome Gemeinschaft Andalusien schließt sich den Territorien an, die die Lichtverschmutzung als ein Umweltproblem erkannt haben und hat bereits die ersten Schritte unternommen um den Nachthimmel zu bewahren. Ein neues Gesetz, das vor kurzem verabschiedet wurde, soll jetzt die Qualität des Nachthimmels über den andalusischen Sternwarten bewahren und die Lichtverschmutzung in ganz Andalusien reduzieren.

 

Am 13. Juni 2007, hat das andalusische Parlament das Gesetz 7/2007 verabschiedet, unter der Bezeichnung "Gestión Integrada de la Calidad Ambiental" (Integriertes Management der Umweltqualität). Dieses Gesetz modifiziert und erweitert die gesamte andalusische Gesetzgebung über Umweltmanagement. Das Rechtsdokument wurde offiziell am 20. Juli 2007 im Boletín Oficial de la Junta de Andalucía veröffentlicht, und wird im Januar 2008 in Kraft treten. Diese gesetzliche Bestimmung reguliert sämtliche Aspekte des Umweltmanagements und betrifft die Bauwirtschaft, die Lärmbelastung sowie das Abwasserwesen und andere Bereiche. Das Gesetz enthält als entscheidende Neuheit die erste andalusische Verordnung über Lichtverschmutzung.

 

Der Ausdruck Lichtverschmutzung ist in diesem Gesetz folgendermaßen definiert: "Lichtemissionen, die durch künstliche Lichtquellen erzeugt werden und deren Intensität, Streuung und spektrale Bandbreite für die vorgesehene Anwendungen unnötig sind". Diese allgemeine Definition bietet nun erstmals die Gelegenheit, den Strom in Andalusien umweltbewusst einzusetzen. Hierbei werden alle Aspekte der Lichtverschmutzung berücksichtigt. Das Rechtsdokument definiert genauestens folgende Ziele: night_at_calar_alto

  • Minimisierung und Einschränkung der künstlichen Lichtstreuung im Nachthimmel;
  • Erhaltung der natürlichen Dunkelheit, um das Ökosystem allgemein zu schonen;
  • Effizienter Einsatz öffentlicher Belichtungsanlagen ohne Beeinträchtigung der Sicherheit;
  • Reduktion der Streustrahlung in Bereichen, die nicht belichtet werden sollen, wie z.B. natürliche Umgebungen und Wohngebäude;
  • Erhaltung der allgemeinen Qualität des Nachthimmels, um Beobachtungen in der Nähe von Sternwarten.
 

Dieses Gesetz ist von speziellem Interesse für die Astronomie, weil es den Schutz des Nachthimmels sowie die Erhaltung seiner Qualität und Anerkennung der Wichtigkeit von astronomischen Beobachtungen berücksichtigt. Die Rechtsnorm definiert das Rechtsverfahren für die Erstellung spezifischer Schutzmaßnahmen für astronomische Observatorien. Dies ist ein entscheidender Punkt für die größten astronomischen Einrichtungen in Andalusien: Calar Alto Sternwarte und Sierra Nevada Sternwarte. Die Calar Alto Sternwarte  wird die Entwicklung dieser Verordnung mit höchster Priorität verfolgen und wird innerhalb ihres Kompetenzbereichs beim Entwurf spezifischer Schutzmaßmahmen mitwirken.

 

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Links:

Pressemitteilung des Andalusisches Institut für Astrophysik (auf spanisch)
Internationaler Dark Sky Verband

   
©  Calar Alto Observatory, July 2007              Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.